Zu wenig ausgebildete Archivare, Records Manager & Dokumentare?

12. Dezember 2017 17:38 Uhr  |  Dr. Ulrich Kampffmeyer  |  Permalink


Zu wenig ausgebildete Archivare, Records Manager und Dokumentare? Die akademische Ausbildung von Information Professionals hinkt hinter Bedarf und Trends hinterher. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass zu wenig Information Professionals ausgebildet werden. Jedoch sind die Studiengänge auch nicht immer geeignet, den Bedarf der Wirtschaft und anderer Organisationen abzudecken. Vielfach werden noch die Schwerpunkte für Bibliothekare und Archivare in öffentlich-rechtlichen Institutionen gesetzt. Records Manager für Finanz-, Pharma-, Maschinenbau- und andere Unternehmen dagegen kaum. Das Thema Records Management ist regelrecht eine Diaspora. Kaum bekannt, als Schriftgut- oder Aktenverwaltung verkannt und in Bezug auf Fachpersonal zur Organisation von Information vakant. Es geht um elektronisches Records Management und Information Management im Zeitalter der Informationsflut, von Analytics und Künstlicher Intelligenz – neue Berufsbilder, die in der bisherigen akademischen Ausbildung nicht vorkommen. Akademisch ausgebildete Dokumentare klagen darüber keine Jobs zu bekommen. Die Wirtschaft, Anbieter von ECM-Lösungen wie Anwender, rufen nach Fachkräften die praxisnah, mit Projektmanagement-Skills, Informationsmanagement-Lösungen einführen und betreiben können. Ein Henne-Ei-Problem? Bereits 2003 haben wir uns bei PROJECT CONSULT mit dem Thema der Weiterbildung von Archivaren für das Informationsmanagement beschäftigt (E-Learning & E-Term). PROJECT CONSULT bietet selbst Weiterbildung für Information Professionals an (z.B. CIPs). Auch in einigen Vorträgen sind wir auf das Thema eingegangen:

Was ist Ihre Meinung? Kommen zu wenig Information Professionals von Universitäten und Hochschulen? Bringen die Absolventen das nötige Rüstzeug mit? Wie müsste denn die Ausbildung aussehen, damit die Absolventen passende Jobs außerhalb der traditionellen Arbeitsfelder der öffentlichen Verwaltung finden? Oder reicht ganz einfach die Ausbildung „on the Job“ oder durch Weiterbildung?

Ein Kommentar zu “Zu wenig ausgebildete Archivare, Records Manager & Dokumentare?

  • "zu wenig" ...
    13. Dezember 2017 um 18:24
    Permalink

    Ja, es ist ein wenig … zum Nachdenken 🙂 
    „Zu wenig ausgebildet(e)“ oder „Zu wenige ausgebildete“ ist ein Unterschied.
    Im ersteren Fall stellt sich die Frage, wie und in welchem Umfang Archivare, Records Manager und Dokumentare ausgebildet sein (werden) müssen, um den Herausforderungen der digitalen Transformation gewachsen zu sein.
    Im zweiten Fall sind es einfach zu wenige Ausgebildete, um den Bedarf zu decken. 
    Auch schon der Titel meines Vortrages aus dem Jahr 2009 erlaubte eine zwiespältige Interpretation … 🙂 „Wer braucht noch …“ kann als „zusätzlich“ oder für „die braucht doch keiner“ interpretiert werden. 
    Ein Schelm wer sich dabei Böses, äh, immer nur Negatives, denkt.

    Antwort

Neuen Kommentar verfassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich stimme zu, dass die von mir eingegebenen Daten einschließlich der personenbezogenen Daten an PROJECT CONSULT übermittelt und dort zur Prüfung der Freischaltung meines Kommentars verwendet werden. Bei Veröffentlichung meines Kommentars wird mein Name, jedoch nicht meine E-Mail und meine Webseite, angezeigt. Die Anzeige des Namens ist notwendig, um eine individuelle persönliche Kommunikation zu meinem Beitrag zu ermöglichen. Anonyme oder mit falschen Angaben eingereichte Kommentare werden nicht veröffentlicht. Zu Nutzung, Speicherung und Löschung meiner Daten habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen.

Ich versichere, alle gültigen Vorgaben des Urheberrechts beachtet zu haben. Dies betrifft besonders die Nicht-Verwendung von urheberrechtlich geschütztem Material und die Nicht-Verwendung von Inhalten und Links zu Inhalten, die dem Leistungsschutz unterliegen. Für den Inhalt meines Kommentars bin ich trotz Prüfung und Freischaltung durch PROJECT CONSLT ausschließlich selbst verantwortlich. Meine Rechte am Beitrag werden bei PROJECT CONSULT nur durch die CC Creative Commons Vorgaben gewahrt. Für die Verfolgung mißbräuchlicher Nutzung meiner Beiträge durch Dritte bin ich selbst verantwortlich.