Content Management Systeme Vergleich

29. April 2020 11:22 Uhr  |  Dr. Ulrich Kampffmeyer  |  Permalink


Der ContentManager.de schreibt als Überschrift seiner Marktbetrachtung auf der Webseite „17 Enterprise Content Management Systeme im Vergleich“: https://bit.ly/2W5H3z1. Dabei handelt es sich jedoch eher um Content-Management-Systeme im Sinne von WCM Web Content Management als um ECM Enterprise Content Management. Daher ist der offizielle Titel der Studie „Marktüberblick CMS-Lösungen 2020“ besser und richtiger.

Dass es um Content-Management-Systeme (CMS) geht zeigt schon die Liste der betrachteten Anbieter:

  • BloomReach Experience Manager (brXM)
  • censhare
  • CONTENS CMS
  • Contentpepper
  • Contentstack
  • CoreMedia Content Cloud
  • Episerver Content Cloud
  • eZ Platform DXP
  • FirstSpirit
  • Imperia
  • InterRed
  • LianaCMS
  • Liferay DXP
  • Magnolia CMS
  • pirobase CMS
  • Sitecore Experience Cloud
  • Sitefinity

Wobei dies nur ein ganz kleiner Ausschnitt aus dem Gesamtmarkt für CMS ist – trotz Steigerung von 14 auf 17 untersuchte Anbieter in der ContentManager.de-Studie – und die wichtigen OpenSource-Plattformen fehlen.

Die vollständige Studie kann mit Hinterlassen der Kontakt-Daten von der ContentManager.de Webseite kostenfrei heruntergeladen werden: .https://bit.ly/2W5H3z1. In der Studie werden die 17 Produkte anhand von 110 Kriterien in 13 Kategorien näher betrachtet. Als ein Beispiel sollen einmal die Basis-Features dienen:

Sauber aufbereitet, aber einfach mit einem Punkt darzustellen, „Produkt hat das Feature“, hilft wahrlich nicht viel weiter. Etwas auskunftsfreudiger ist zum Beispiel die Übersicht zu „Zusätzliche Apps und Plugins“. Hier zeigen sich eher die Lücken, die durch Drittanbieter-Angebote gestopft werden sollen:

Abschließend noch als Vollzitat die Management-Summary der Studie:

[Zitat] Executive Summary

Unternehmen kommunizieren heute stark über die Website und Social Media mit Ihren Zielgruppen. Dabei hat die Zahl der Content Gewerke und auch der Kanäle deutlich zugenommen. Eine wichtige Aufgabe von Marketing Verantwortlichen ist es, den produzierten Content zu managen, also dafür zu sorgen, dass er auf unterschiedlichen Kanälen distribuiert wird Dabei ist es wesentlich, dass der Content jeweils auf die Spezifika des Kanals angepasst wird. Zudem ist eine entscheidende Aufgabe, dass bestehender Content schnell ersetzt, aktualisiert oder offline genommen werden kann. Dies ist jedoch nur ein sehr kleiner Ausschnitt der Tasks, die beim Management von Content anfallen Tasks, die moderne Content Management Systeme übernehmen.

Wir haben für Sie 17 kommerzielle Lösungen verglichen. Hier ist eine
Zusammenfassung:

Funktionsumfang

Alle Content Management Systeme im vorliegenden Überblick verfügen über ein breites Spektrum an Funktionen und Features. Manche gehören zur Kategorie Pflicht, manche eher zur Kür.
Zunächst lässt sich sagen, dass sich alle Lösungen auf einem ähnlich sehr guten Niveau bei den Basiseigenschaften der Tools befinden. Dazu gehören zum Beispiel ein Wysiwyg Editor, ein Nutzer / ein Datei Management System oder etwa Responsive Design. Lediglich bei drei abgefragten Kriterien gab es ein paar wenige Lücken, zum Beispiel bei der Frage nach der die Möglichkeit, das CMS auf eigenen Servern zu installieren und ob eine mobile App verfügbar sei. Kurzum, die Grundfunktionen, die der Anwender braucht, hat jedes CMS an Bord, das im Marktüberblick verglichen wird. Was allerdings erstaunlich ist. Auch nahezu alle weitergehenden Funktionen, also eher die Kür, decken die Anbieter mit ihren Lösungen ab. Zu diesen Funktionen gehören etwa eine Möglichkeit zur Personalisierung, ein Workflow Management, Content Staging oder eine Content Versionierung.

Schnittstellen

Wichtig für ein CMS ist seine Fähigkeit, über Schnittstellen mit anderen Toolsund Lösungen zu kooperieren. Gibt es zum Beispiel Schnittstellen zu Google Analytics und zur Google Search Console? Lassen sich Analysetools von Drittanbietern wie Piwik oder eTracker anbinden? Auch die Frage nach
Newsletter Tools oder externen Shopsystemen und nach den gängigen Social Media Plattformen wurde hier abgefragt.
Das Ergebnis: Fast alles ist möglich und integrierbar, aber nicht alles ist ohne Aufwand oder Zusatzkosten im Funktionsumfang der Lösungen enthalten. Anwender sollten also auf ihr Tool Setup schauen und prüfen, inwieweit ein CMS Anbieter eine Integration zulässt.

Apps & Plug ins

Plug ins sind das Salz in der Suppe, weil sie den Funktionsumfang eines CMS erheblich erhöhen und den Content optimieren können. Beispiel sind hier Automation Plug ins, Event Kalender, Übersetzungsmodule, Landingpage oder Formular Builder. Auch hier ist bei dem meisten CMS Lösungen nahezu alles möglich, aber vieles eben nicht von vorneherein mit an Bord, sondern über Drittanbieter darstellbar.

SEO Kriterien

Wozu Content produzieren, wenn er nicht gefunden wird?
An diesem Satz ist viel Wahres dran.
Er zeigt gleichzeitig die Wichtigkeit von SEO Kriterien bei einem CMS und die haben wir abgefragt.
Die gute Nachricht Alle Anbieter verfügen über sehr gute Möglichkeiten, den Content suchmaschinenoptimiert darzustellen. Dazu gehören unter
anderem die Option, individuelle Snippets zu erstellen, die Möglichkeit von Breadcrump Navigation oder das Verhindern von Dublicate Content durch ein Canonical Attribute.

Sprachen der Bedieneroberfläche

Software wird meist zentral eingekauft und dann für alle Märkte eingesetzt, in denen ein Unternehmen aktiv ist. Zum Einsatz kommen sie dann jedoch in den lokalen Teams Hier können Sprachbarrieren auftreten. Ein Abgleich zwischen den Sprachen, die die hauptsächlichen Anwender sprechen und denen, die die Anbieter in ihrer Software integriert haben, ist daher ratsam. Bei allen Software Lösungen im Marktüberblick sind Deutsch und Englisch als Sprache der Bedieneroberfläche verfügbar. Französisch ist in 13 Tools als Sprache enthalten, Spanisch in 11. Viele Sprachen sind auf Kundenwunsch optional erhältlich.

Preismodell

Wer ein CMS auswählt, schaut natürlich auch auf den Preis. Dazu ist sicherlich zunächst interessant zu wissen, woraus sich denn die Kosten für die Software für ein Unternehmen zusammensetzen. Hier gibt es große Unterschiede.
Während bei manchen Anbietern die Kosten vor allem über die Anzahl der Nutzer oder Installationen entstehen, sind es bei anderen die Anzahl an Besuchern/Views, die die betreffende Website hat. Auch das Modell, dass je nach Menge der eingesetzten Funktionsmodule der Lösung abgerechnet wird, wurde genannt. Auch bei den jährlichen Mindestkosten für die Software gibt es große Unterschiede. Hier liegt die Spannweite zwischen 4000 EUR und 42000 EUR zumindest bei den Anbietern, die Angaben zu dieser Frage gemacht haben.
Überhaupt lassen sich die Anbieter bei den Kosten nur ungern festlegen. So ist es auch bei der Frage nach den Setup Kosten, denn die Implementierung eines CMS kann sehr aufwendig sein. Hier haben nahezu alle Anbieter darauf verwiesen, dass diese Kosten je nach Anforderungskatalog des Kunden variieren. [/Zitat]

Quelle: https://bit.ly/2W5H3z1.

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