Der Markt für Digital Process Automation

17. März 2020 20:05 Uhr  |  Dr. Ulrich Kampffmeyer  |  Permalink


Connie Moore von Deep Analysis hat eine neue Studie zum Thema „State of the Digital Process Automation Market Trends 2020-2025“ herausgegeben.

Die knapp 14seitige Ausarbeitung ist übrigens ohne Registrierung kostenfrei herunterladbar. Quasi als Teaser für die großen Arbeiten von Deep Analysis.

Die Studie beschäftigt sich unter einem eigenen Begriff – Digital Process Automation (DPA) – was andere Robotic Process Automation(RPA) nennen. Man muss sich halt abgrenzen.

Nach Connie Moore konzentrieren sich die Entwicklungen in den nächsten 5 Jahren auf diese 5 Trends:

  1. Greater buyer focus on data
    Es geht also weniger um Dokumente (und Prozesse?) als zukünftig mehr um Daten
  2. A convergence of process modeling with journey mapping, and other vendor innovation
    Herkömmliche Prozessmodellierung wird mit dem Nachverfolgen von manuellen Arbeitsabläufen kombiniert – und da soll es dann auch zukünftig noch mehr Innovationen von den Anbietern geben
  3. Vendor movement into process-driven business applications
    Die Anbieter konzentrieren sich auf Geschäfts- und Fachanwendungen, in die die automatischen Prozess-Technologien integriert werden
  4. A looming shakeout for RPA and process automation vendors
    Die Anzahl der Anbieter von RPA wird sich drastisch reduzieren – das sehen wir bereits heute bei all den Mergers & Acquisitions
  5. The emergence of AI/ML in digital process automation
    Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinenlernen (ML) werden immer relevanter in der Digital Process Automation. Ja.

Für die zukünftige Entwicklung wird ein neues Modell angeboten: Intelligent Business Automation Platform. In dieser Plattform findet sich dann auch praktischerweise alles wieder, was IIM Intelligent Information Management ausmacht:

Die dieser Platform mit den sechs Hauptanwendungsbereichen Engagement, Contextual Profile, Process Applications, Intelligent Content Automation, Process Automation und Cognitive Services ist das gesamt Technologie-Portfolio von Intelligent Information Management zu finden. Content Services, wie von Forrester und Gartner propagiert, spielen hier eine nachgeordnete Rolle. Connie Moore hält folgende Anwendungen und Funktionen für wichtige Komponenten der „IBAP“: Intelligent Capture, Content Services, Compliance, Case Management, Process/Customer Journey Modeling, Process/Workflow Automation, Process Mining, Business Insight and Intelligence, Business Rules, Low-Code and No-Code (including connectors to large numbers of packaged applications), Robotic Process Automation, AI/ML, Data Lakes for Process Data, Process-intensive Business Applications for Vertical and Horizontal Processes … Alle aktuellen Schlagworte unter dem Dach von Prozessen, Automatisierung und Artificial Intelligence vereint.

Ob Deep Analysis sich damit als Trendsetter am Markt durchsetzen kann? Oder bleibt die neue Definition von #DPA und #IBAP eine Randerscheinung?

Aber man liest den Report am Besten selbst.

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