Dropbox übernimmt DocSend

10. März 2021 11:13 Uhr  |  Dr. Ulrich Kampffmeyer  |  Permalink


Dropbox übernimmt seinen Partner DocSend für 165 Millionen US$. Eine Integration der beiden Produktlinien existiert bereits seit längerem. Der Preis sieht allerdings – angesichts des Umsatzes von ca. 20 Millionen bei DocSend – etwas überteuert aus.

Mit Akquisitionen wie HelloSign (2019) und DocSend (2021) setzt Dropbox auf den aktuellen Trend zu mehr Sicherheit. Unberechtigte Zugriffe, Fraud, CyberAttacks und anderen Risiken sollen durch Funktionalität, wie sie z.B. DocSend bietet, Einhalt geboten werden. Bei DocSend werden keine Dateien direkt versendet sondern nur ein Link auf einen gesicherten Download-Ort (der sich aber in den USA befindet). Ein Ziel der Akquisitionen ist auch, komplette Workflows anstelle reiner “Sharing & Synchronisation” Funktionalität anbieten zu können. Dropbox möchte vermehrt in der Arena mitspielen, die man ECM Enterprise Content Management nannte und heute unter Content Services und Collaboration angesiedelt ist. Hier machen sich auch Funktionen von DocSend, die Analyse und Verfolgung von Prozessen erlauben, nützlich.

Dropbox, Box und andere Marktbegleiter in diesem Segment haben den Funktionsumfang der Produkte immer wieder erweitern müssen, da das reine Teilen und Synchronisieren immer mehr zu Standardfunktionalität, Commodity, geworden ist. Aufkäufe von Wettbewerben wie auch Partnern machen hier Sinn, um schneller am Markt zu sein. Dabei werden EFSS-Anbieter selbst nicht vor Übernahmen gefeit sein. Auch große Internetplattformen wie Amazon interessierten sich kürzlich für ECM-Anbieter und auch Unternehmen wie Facebook streben in den Digital-Workplace-Markt.

Dr. Ulrich Kampffmeyer

Dr. Ulrich Kampffmeyer

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